Was ist Ihre Arbeit?

Ich bringe tausend Jahre altes Achtsamkeitstraining mit Methoden der modernen Psychologie und Neurowissenschaften zusammen, um Menschen zu unterstützen, ihre inneren Fähigkeiten zu entwickeln und damit auf der persönlichen Ebene ein erfülltes und glückliches Leben zu führen und beruflich in der sich schnell verändernden Welt erfolgreich zu sein.

Was sind Ihre Qualifikationen?

Ich arbeite seit 30 Jahren als Meditations- und Achtsamkeit-Lehrer und habe 10 Jahre Erfahrung als Lehrer des weltbekannten Stressmanagement-Programms MBSR (Mindfulness-based Stress Reduction). Ich bin zertifizierter Trainer des renommierten „Search Inside Yourself Leadership Institut“ (SIYLI) und ein Goleman EI zertifizierter Coach für emotionale Intelligenzentwicklung. Des weiteren habe ich mein persönliches Trainingsprogramm namens Mindfulness-based Emotional Intelligence Development (MBEID) entwickelt. Auf Deutsch heißt das: Achtsamkeit-basierendes emotionale Intelligenzentwicklung. In Deutschland bin ich auch zugelassen, therapeutisch als Heilpraktiker für Psychotherapie zu arbeiten

Sie haben eine lange Reise auf sich genommen, um letztlich dort anzukommen, wo Sie heute stehen. Können Sie uns Ihren persönlichen Weg in einigen Sätzen beschreiben?

Was meinem Lebensweg seine Hauptrichtung gab, war ein emotionales, geistiges und spirituelles Wohlsein zu finden.

Ich hatte eine recht normale Kindheit, jedoch war sie auch traumatisch, da meine Eltern sich trennten, als ich 6 Jahre alt war und meine Mutter acht Jahre danach Selbstmord beging. Ich war also ein traumatisierter junger Mann und wusste nicht, was ich wollte.

Schließlich entschied ich mich für Mathematik und Statistik, studierte in Deutschland, England und schloss meinen Master in USA ab. Eine persönliche Entwicklung, die jedoch nicht erfüllend für mich war. Ich begegnete in dieser Zeit einem tibetanischen Meditationslehrer, der mich tief berührte und der mich bewusst werden ließ, dass mir im Leben etwas fehlte.

Im Buddhismus entdeckte ich die Möglichkeit, mich selbst tiefer zu finden, das Leben intensiver zu genießen, es bewusster zu verstehen und mit ihm besser umzugehen.

Ich entschied mich dann, statt einer Karriere in Statistik meinem Herz und meinem Interesse für den Buddhismus zu folgen. Da ich diesen Weg für mich selbst so hilfreich empfand, entschloss ich mich, anderen Menschen diese Erfahrungen zu vermitteln und ihr Leben zu bereichern. Daraufhin folgten 20 Jahre Tätigkeit in einem Buddhistischen Meditationszentrum. Ich begann, Studienprogramme einschließlich einem Fernlernprogramm zu entwickeln und war in dieser Zeit exklusiv in der alten Weisheit-Tradition des Tibetischen Buddhismus verbunden.

Da ich mich nicht nur einer Tradition hingezogen fühlte, folgte anschließend das Praktizieren mehrerer Meditation-Traditionen wie beispielsweise Zen, Vipassana und Taoismus und moderne spirituelle Ansätze. Darüber hinaus interessierte ich mich stark für moderne Psychologie und wie ihre Methoden die persönliche Entwicklung und Selbstverwirklichung unterstützen kann.

In den letzten 10 Jahren konzentrierte sich meine Arbeit auf Menschen ohne spirituelle Erfahrungen, um sie für Meditation und Achtsamkeit zu öffnen. Dieser halb schloss ich eine Lehrerausbildung für das weltbekannte MBSR Stressmanagement Programm ab. Schließlich entdeckte ich den Ansatz der emotionalen Intelligenzentwicklung und durchlief eine Ausbildung als SIY Trainer und als Coach für emotionale Intelligenzentwicklung. Achtsamkeit und das emotionale Intelligenz (EI) System sind der Grundstein für mein heutiges Coaching und mein Training.

Was ist Ihre persönliche Lebensphilosophie aus den vielen persönlich gewonnen Erfahrungen?

Das wertvollste im Leben ist für mich die menschliche und spirituelle Entwicklung.

Das Leben ist eine Ansammlung von Erfahrungen, von denen wir lernen und durch die wir uns entwickeln können. Wenn man den Wert von Lebenserfahrungen per se schätzt und sie als Entwicklungsmöglichkeit betrachtet, werden sogar unangenehme, langweilige und schmerzhafte Erfahrungen bereichernd.

Ein erfülltes Leben ist nur möglich, wenn man sich selbst findet und die große Lebensfrage nach dem Sinn beantworten kann. Diese Frage kann man nicht analytisch lösen, zu ihrer Antwort kommt man nur durch tiefe innere Erfahrung. Die Basis eines erfüllten Lebens ist die Schätzung der persönlich geschenkten Gaben, um sie zum eigenen und zum Wohl aller zu nutzen.

Wie setzten sie sich in Ihrer Arbeit mit der Pandemie auseinander?

Es ist für mich erschütternd zu beobachten, wie viele persönliche Schicksale mit der Pandemie verbunden sind.

Da wir als einzelne die Entwicklung des globalen Geschehens nicht unmittelbar beeinflussen können, ist gerade in diesen Zeiten ein starkes inneres Fundament entscheidender denn je, um die schwierigen Herausforderungen zu meistern.

Die Pandemie wirkt wie ein Beschleuniger, sie “spült” auch bislang verborgene, innere Probleme stärker denn je an die Oberfläche. Um so wichtiger ist es jetzt, sich mit diesen inneren Konflikten auseinanderzusetzen. Gerade hier bietet “Emotionale Intelligenz Entwicklung (EI)” einen hervorragenden Ansatz der persönlichen Problembewältigung.

Sind die alten östlichen Weisheitstraditionen heute noch relevant?

Ich bin überzeugt, dass diese Traditionen ein wertvoller Schatz von Weisheit und Methoden zur inneren menschlichen Entwicklung sind. Man muss sie aber mit gesundem Menschenverstand angehen, weil die Welt sich rasant verändert hat. Nicht alles, was in den verschiedenen östlichen Kulturen und ihren feudalen Systemen funktioniert hat, ist heute hilfreich.

Wir brauchen einen modernen Ansatz, der die Einsichten und Methoden dieser alten Traditionen mit der modernen Psychologie und den Neurowissenschaften zusammenbringt. Das ist genau das, was ich mit meinem Trainingsansatz anstrebe.

Interessanterweise kommen auch die westlichen Wissenschaften heute zu denselben Einsichten, die von den Meditation-meistern schon vor tausend Jahren entdeckt wurden. Die Neurowissenschaften erforschten beispielsweise, wie unser Nervensystem funktioniert und sie haben herausgefunden, dass wir dieses unser Leben lang neu organisieren und verdrahten können. Jeder kann seinen Geist und seine Gefühle bis zum Lebensende weiterentwickeln.

Was ist Achtsamkeit-basierende Emotionale Intelligenz Entwicklung?

Achtsamkeit ist ein Geisteszustand und auch eine Fähigkeit, die jeder entwickeln kann. Ihr Kern ist gewahr, in der Gegenwart zu sein, und anstatt abgelenkt und absorbiert in Erinnerungen von der Vergangenheit oder Gedanken über die Zukunft zu verweilen, sie voll wie möglich zu erfahren. Das heißt in anderen Worten, dass Achtsamkeit es uns ermöglicht, so bewusst und voll wie möglich zu leben. Denn das Leben spielt sich in der Gegenwart ab, im Jetzt, in jedem Augenblick. Studien haben gezeigt, dass wir 47 % unseres Lebens abgelenkt sind. Wir verpassen einen Großteil unseres potenziell wunderbaren und erfüllten Lebens.

Emotionalen Intelligenz (EI) ist ein sehr modernes System für die Entwicklung von emotionalen und sozialen Fähigkeiten. Es wurde von Dr. Daniel Goleman vor etwa 25 Jahren in seinem NY Times Bestseller „Emotional Intelligence“ vorgestellt. EI Training ist sehr modern und kombiniert östliche Meditationsmethoden mit moderner Psychologie und Neurowissenschaften

Emotionale Intelligenz ist eine Sammlung von inneren Kompetenzen, die jeder zu einem gewissen Grad besitzt. Das Beste an unserer EI ist, dass jeder sie weiter entwickeln kann. Das hilft einem, mit sich selbst und seinen Gedanken und Emotionen und anderen Menschen umzugehen.

Dr. Daniel Golemann hat diese Methode vor sehr vielen Jahren ins Leben gerufen. Was ist neu in Ihrem Ansatz?

Meine eigene Methode (MBEID) basiert auf Achtsamkeit, dem Ansatz der emotionalen Intelligenzentwicklung und Stressmanagementtraining. Sie ist – im Vergleich zum allgemeinen EI Ansatz – besonders holistisch und zeitlich sogar in der Mitte des oft überfüllten und beschäftigten Alltages machbar. Mit holistischem Ansatz meine ich, sowohl mit dem Körper als auch mit dem Herz und dem Geist zu arbeiten. Wenn der Körper entspannt ist und Blockaden gelöst sind, passiert die Meditationserfahrung ganz natürlich und wird viel angenehmer. Ich benutze die Einsichten der traditionellen chinesischen Medizin und einfache Übungen des daoistischen Qi Gong-Systems, um meinen Klienten zu helfen, mehr mit ihrem Körper verbunden zu sein und sich tiefer zu entspannen. Viele Trainer und Coaches konzentrieren sich eher auf Methoden der kognitiven Psychologie. In unserem hektischen Alltag brauchen wir einfache und zeitlich effektive Methoden. Ein wichtiger Aspekt meines Ansatzes ist also, dass ich Leute nicht mit Informationen und Praktiken überschütte, sondern versuche, ihnen ein für sie realistisches, universell anwendbares Programm anbieten. Denn genauso, wie wir unsere Körper in Sportstudios versuchen fit zu halten, kann man durch regelmäßige meditative Übungen den Geist und damit die Achtsamkeit trainieren.

Wie genau führen Sie die Menschen zu einem erfüllteren Leben?

Das Ziel meines Trainings ist zu lernen, das Leben positiv anzugehen. Wir haben zwei Pole, die negative und positive Ansichtsweise, die beide wichtig sind und ihren Platz haben.

Die negative Ansichtsweise schaut nach Unerwünschtem, wie beispielsweise Gefahr und Bedrohung. Was wir uns am wenigsten wünschen ist Schmerz, der allerdings gemeinsam mit negativen Gedanken und Gefühlen wie Angst, Frustration und Zorn etc. als Warnzeichen sehr nützlich ist. Wenn man beispielsweise seine Hand auf eine heiße Herdplatte legt, alarmiert der Schmerz sofort über die Gefahr und man zieht sie umgehend zurück.

Auch unangenehme Gefühle haben eine wichtige Funktion, sie machen uns auf Dinge aufmerksam, die wir ändern müssen. Leider aber verharren wir oft viel zu lange in diesen destruktiven, für uns schmerzhaften Gefühlen und den negativen Gedanken und wissen nicht, wie wir sie loswerden können, was Stress auslöst. Auch wenn Angst und Druck beispielsweise beruflich zu Erfolg führen können, bringen sie nachhaltig kein Glück und keine Erfüllung.

Durch gezieltes Training ist es möglich, zeitnah negative Ansichten in positive zu transformieren.

Das bewirkt einen besseren Umgang mit Herausforderungen und Rückschlägen und das Erkennen von Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten und neuen kreativen Lösungen.

Mit meinen Methoden der emotionalen Intelligenzentwicklung stärkt man also seine Fähigkeiten, sich von negativen Gedanken und Gefühlen zu befreien.

Was verstehen Sie unter „Wunschleben“ und welchen Stellenwert nimmt Glück darin ein?

Ein Wunschleben beinhaltet für mich, sich auf die Gaben zu konzentrieren, die einem im Leben geschenkt wurden, sich also auf das zu besinnen und sich an dem freuen und zu arbeiten, was man hat und ist und nicht nach dem zu streben, was man nicht erreichen kann. Ein bekannter Meditationslehrer sagte einmal so treffend: „Nur derjenige kann ein erfülltes Leben führen, der aufhört, dass sein zu wollen, was er nicht ist und nie sein kann“. Wie uns es die Natur lehrt: Eine Margerite kann nie eine Rose werden aber sie hat ihre eigene individuelle Schönheit. Die Akzeptanz unseres selbst ist die Grundvoraussetzung für Lebensglück. Wir müssen unsere individuelle Schönheit und Berechtigung verstehen. Wichtig ist mir zu betonen, dass ein Wunschleben nicht unbedingt konkrete Ziele verfolgen bzw. erreichen muss, sondern unter Wunschleben assoziiere ich eher eine Haltung dem Leben und mir als Mensch gegenüber.

Was sind aus Ihrer Sicht die Bewegründe, warum viele und immer mehr Menschen diesen Status des Glücklichseins nicht erreichen, sich stattdessen auf der ständigen Suche nach der inneren Stabilität und Glück befinden?

Der Grundstein unserer Probleme liegt oftmals in unserer Vergangenheit. Von Geburt an sind wir sehr geprägt und konditioniert durch unser Elternhaus und unsere Umwelt. Wir adaptieren Strukturen unbewusst und erkennen erst im Laufe der Jahre, dass sie nicht unserem Wesen entsprechen. Eine Loslösung von über Jahren erlebten Glaubensätzen ist allerdings nicht einfach und bringt deshalb viele Menschen in eine Krise. Wir unterdrücken oftmals nicht verarbeitete Erlebnisse, sind dadurch nicht im Eins mit unserer Seele und unserem Körper. Dies führt zu Blockaden unserer Energie. Ein großer Teil meiner Arbeit ist es, diese Blockaden zu lösen, um somit das „Ich“ mit seinem Geist, Herz und Gaben offenzulegen.

Warum benötigt man überhaupt einen Therapeuten oder Coach? Und warum sollte man sich für Sie entscheiden?

Ein Therapeut oder Coach unterstützt, effektiv und zügig Fortschritte zu machen, alte Gewohnheiten abzulegen und neue zu implementieren. Wir alle wissen, wie schwierig es ist, sich von vertrauten Verhaltensweisen zu lösen. Er eröffnet den Blick für tote Winkel, die einem vorher nicht bewusst waren, er unterstützt seine Klienten, in die Verantwortung zu gehen und Verpflichtungen nachzukommen und sie einzuhalten.

Was weiterhin für das Hinzuziehen eines Therapeuten oder Coaches spricht, sind seine Erfahrungen, die er im Rahmen seiner Ausbildungen und meistens jahrelanger Praxis gewonnen hat. Hier gibt es natürlich unterschiedlichste Ansätze und Kompetenzen. Ich konzentriere mich – wie zu Beginn bereits gesagt – seit vielen Jahren auf das Thema Achtsamkeit und habe hier eine jahrzehntelange Expertise in unterschiedlichsten Achtsamkeit Traditionen. Mein Know-how eröffnet eine Palette von verschiedenen Methoden und Ansätzen und ermöglicht mir, meine Klienten individuell und sehr persönlich zu begleiten und ihnen neue Wege aufzuzeigen.

Welchen Zielgruppen bieten Sie Ihr Training an?

Ich biete sowohl Einzelpersonen, als auch Unternehmen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meine Unterstützung an, was sich letztlich aus der Breite meines Trainingsportfolios ergibt: sei es das „Search Inside Yourself Training“ für Unternehmen, das „Goleman EI Coaching Programm“ oder das von mir selbst entwickelte „Achtsamkeit-basierende emotionale Intelligenz Training und Coaching“.

Mein Ansatz betont die persönliche Entwicklung, die sich letztlich auch positiv auf das Berufsleben auswirkt. Viele Studien belegen, dass die Verbesserung der emotionalen Intelligenz (EI) auch beruflich sehr hilfreich ist. Inzwischen ist weit bekannt, dass emotionale und soziale Fähigkeiten das Erfolgsgeheimnis der besten Manager und CEOs ist.

Auf welche Zeitreise müssen sich die Menschen bei einem Coaching einstellen?

Diese Frage kann man nicht allgemein beantworten, sie hängt von dem jeweiligen Klienten ab. In der Regel erleben die meisten Leute sehr schnell positive Erfahrungen und erkennen sehr schnell gute Veränderungen in sich. Die größte Herausforderung ist allerdings, diese positiven Ergebnisse nachhaltig in sich zu verankern und nicht mittelfristig wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen. Mein persönliches Ziel ist es, meinen Klienten so schnell und effektiv zu helfen, ihr eigener Coach zu werden. Das erfordert ein kontinuierliches Training von circa 15 Minuten am Tag, dann kann man ein Umdenken in etwa sechs Monaten mit 10-15 Trainingsstunden und ca. 50-100-Stunden Übungen schaffen. Auf den ersten Blick hört sich das viel an, ist aber im Alltag mit 15 Minuten absolut schaffbar. Ein 30 Tage Wunderprogramm gibt es nicht, jeder Fortschritt bedarf der Mitarbeit der Klienten und der Energie, die er bereit ist, zu investieren. Es ist wie bei Sport, den man gelegentlich als Hobby zur Entspannung ausüben oder den man mit olympischen Ambitionen verfolgen kann. Die Entwicklungsmöglichkeiten durch Achtsamkeit und emotionale Intelligenz (EI) sind im Übrigen nicht begrenzt, man kann sie über sein ganzes Leben hinweg weiterentwickeln.

Möchten Sie meinen Newsletter und Angebote per E-Mail erhalten?

9 + 3 =

Praxis

Jägerstr. 11a
82237 Wörthsee

E-Mail: via Kontaktformular

Telefon: 0162 567 3726

Termine nur nach Vereinbarung.

Die gesetzlichen Krankenkassen erstatten keine Therapiekosten für Heilpraktiker für Psychotherapie. Viele private Krankenkassen übernehmen sie aber voll oder zum Teil. Eventuell können Sie Therapiekosten als "außergewöhnliche Belastungen" von Ihrer Steuer absetzen. Bitte erkundigen Sie sich.